Eigenbauprojekt ODOL-Flieger


Man nehme:
1 (leere) Flasche ODOL-Mundspülung
preiswerte RC-Elektronik
etwas 6mm-EPP
und ein paar Kleinteile

Die Idee...
...kam natürlich im Bad bei Betrachtung der handschmeichlerischen Mundwasserflasche, die gerade dazu auffordert, als Flugzeugrumpf aus der Hand in die Luft entlassen zu werden. Gesehen, getan!

Die erste Skizze zum Flieger (hier noch ohne Seitenleitwerk)

Der Aufbau
Natürlich sollte dieses Experiment keine großen Summen verschlingen und ein reiner Spaßflieger werden. Außerdem galt es, alle Maße etc. aus dem Bauch heraus zu bestimmen. Vorlagen gab es ja keine. So ist die Spannung beim Erstflug dann auch größer :-)

Um dem Rumpf eine Heckverlängerung zu spendieren, kam die Idee mit den beiden CFK-Stäben (4mm), die einfach im Rumpf verklebt (5 Min. Epoxy) wurden. Sie sind 19,5cm lang und ragen 13,5cm aus dem Rumpf heraus.



Darauf wurden die hinteren Leitwerke mit Sekundenkleber aufgeklebt. Das Höhenleitwerk ist insgesamt 16,5 x 8cm groß; das Höhenruder misst davon 3cm in der Tiefe. Das Seitenruder ist schräg ausgeführt und misst ca. 7,5cm an der vorderen Schräge, 7cm an der oberen Schräge und ist über alles ca. 8cm tief. Davon entfallen rund 3cm für das Seitenleitwerk.


Die Fläche misst ca. 42,5 x 12cm und weist vorne starke Rundungen auf (ca. 7,5cm). Die Querruder haben die Abmessungen von 12,5 x 1,5cm und sitzen ca. 2cm von der äußeren Kante entfernt. Befestigt wurden sie mit eingeklebten Ruderscharnieren. Die Fläche selbst wurde mit 3mm-Kunststoffschrauben einfach mit dem Rumpf verschraubt (Vorgebohrt mit 2mm und dann mit dem Gewindeschneider passend aufgebohrt). Die kleinen Servos wurden dann in die Flache und den darunter liegenden Rumpf eingelassen und eingeklebt (mit dem alten Trick, erst etwas Tesafilm um die Servs zu kleben, damit man sie auch später mal wieder unversehrt heraus bekommt). Die Anlenkungen aus dünnem Draht zu den hinteren Leitwerken verlaufen sehr gerade; zu den Querrudern im 45°-Winkel. Da alle Servos oben eingebaut sind, kann der Flieger unten nirgendwo hängen bleiben.


Der Motor musste natürlich (wie bereits bei meinem Cola-Flieger, siehe Baubericht im LMFC-Forum, realisiert) auf dem Schraubdeckel montiert werden. Das funktioniert relativ einfach! Die Motorkabel gelangen durch ein kleines Loch im Rumpf in das Innere des Modells. Dort ist an der Oberseite hängend der kleine Regler mit Klettband befestigt.


Da es erstmal gilt, den Empfänger mit dem integrierten Stabilisierungssystem einzustellen, wurde dieser außen an der rechten Rumpfseite befestigt. Später kann er dann ebenfalls einen sicheren Platz an der rechten Innenseite einnehmen. Damit man immer an alles rankommt und auch der Akku im Rumpf befestigt werden kann, habe ich die Unterseite etwas aufgeschnitten und als Klappe ausgführt. Hinten wird sie mit einem kleine Magneten gehalten.
Der Akku wird mit etwas Klettband innen an der Unterseite des Rumpfes befestigt.


Für den Vortrieb haben sich die Günni-Props bewährt. Im Moment habe ich die etwas größeren drauf; die kleinen gehen aber auch. Dann mangelt es aber etwas an Druck. Die Flächen wurden oben und unten mit etwas Gewebeband getaped.


RC-Technik
OrangeRX RX3SM Micro 3-Axis Flight Stabilizer w/DSM2 Compatible 4CH 2.4Ghz Receiver (EU Warehouse)
Turnigy 1811 brushless Outrunner 2900kv (EU Warehouse)
TURNIGY Plush 10amp 9gram Speed Controller (EU warehouse)
3 x HobbyKing 2.5g / .17kg / .12sec Micro Servo (EU Warehouse); hierzu benötigt man dann noch Micro-Molex Adapter/Verlängerungen für den Anschluss am Turnigy-Regler!
Akku 2S/400; Flugzeit ca. 8 Min
Abfluggewicht: 143g

Materialkosten: ca. 60€



Fliegen
Ja, das kleine Ding flog quasi aus dem Baukasten und bedurfte nur noch etwas Feintuning am Stabilisierungssystem und etwas Nachtrimmung durch Verschieben des Akkus.
In meiner Spektum DX7 habe ich alle Wege auf 100% und kein Expo eingestellt.

HK